Programm

Bestätigt:

Das schöne Feld oder das leidige Thema. Retrospektive über eine „verstrickte“ Promotionsforschung

Vortrag von Dr. Lydia Arantes (Graz)

«Anhand meines Vortrags möchte ich dem Publikum Einblick in meine teils aufreibende Erforschung des Strickens aus kulturanthropologischer Perspektive gewähren. Ich werde nicht nur meine theoretischen wie forschungspraktischen Schwierig­keiten mit diesem von mir als gewissermaßen verschmäht wahrgenommenen Forschungs­gegen­stand behandeln, sondern auch meine Strategien aus diesem Dilemma heraus darlegen. Darüber hinaus möchte ich Überlegungen anstellen, worauf diese Abwehr mit Hinblick auf das Vielnamen­fach verweisen mag.»

Überleben als Projekt – Projekte überleben.
Über einige nicht-offensichtliche Parallelen zwischen Preppen und Forschen.

Vortrag von Dr. Julian Genner (Basel)

«Als Prepper bezeichnen sich Menschen, die sich akribisch auf einen vorübergehenden oder dauerhaften Zusammenbruch der Welt „wie wir sie kennen“ vorbereiten. Sie legen Vorräte an, die ein autarkes Überleben für einige Wochen, Monate oder sogar Jahre ermöglichen. Gemeinhin aber wird das Einüben von praktischen und mentalen Fähigkeiten für entscheidend erachtet. Überleben wird im Kontext des Preppens zu einem Projekt und zu einem praktischen Problem, das sich mit den richtigen „Skills“, „Kompetenzen“ und „Tools“ bewältigen lässt. Dieser Sicht auf das (Über-)Leben als ein von der Person abgekoppeltes technisches Problem wohnt, so meine These, eine Form der Selbsttäuschung inne, die im Wissenschaftsbetrieb nicht ohne Pendant ist. Suggeriert der Kontext in dem wir „uns“ bewegen nicht allzuoft, dass gute Forschung alleine eine Frage der richtigen „Skills“, „Kompetenzen“ und „Tools“ sei?»

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Hier erfahrt ihr bald alles zum Programm.